Über den ButchBlog

Femmes und Butches und ihre Beziehung zu- und miteinander ist innerhalb lesbischer und queerer Communities im deutschsprachigen Raum die letzten Jahre wenig präsent gewesen.
Femme/Butch-Kultur scheint zuweilen vergessen, überholt, rückwärtsgewandt, heteronormativ fehlgedeutet, vorurteils-belastet, minderwertig oder schlicht als überflüssig.
Während die Femmes in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch Publikationen und Workshops, glücklicherweise vielfältiges Empowerment erfuhren, gelten Butches noch immer als die Überrundeten des transmännlichen Hypes mit der Sexyness eines verstaubten Museumsrelikts.

Es ist an der Zeit, Femme-Butch und insbesondere den Butch-Part der Dynamik wieder als vielfältigen Reichtum subversiver, erotischer und queerer Identität und queeren Begehrens zu feiern. Der Butchblog ist der erste seiner Art im deutschsprachigen Raum und angetreten, genau das zu tun.

Dies ist ein Ort für

– die Zelebrierung feinster Femme/Butch-Kultur in Bild, Ton und Text
– und besonders eine Feier stilvoller Butch-Maskulinität
– Austausch und Sammlung von theoretischen und praktischen Beiträgen, und weiterführender Online- und Offline-Ressourcen
– Nachdenken über das, was Femme und Butch im 21. Jahrhundert ausmacht
– und was Femme/Butch zu anderen Zeiten ausgemacht hat
– humorvolle und satirische Texte über Femmes, Butches und was sie so miteinander treiben
– kontroverse Diskussion zu Identitäten, Begehren und mehr
– lustvoller Austausch über queeren Femme/Butch-Sex und Erotik
– Empowerment und Vernetzung innerhalb der Community
– Lust am gepflegten Fabulieren, Philosophieren und Diskutieren. Geeky Femmes and Butches are warmly welcome!
– feministische, sex- und kinky-positive Perspektiven – aber unbedingt!

Auf spannende Diskussionen und Kommentare, blühende Vernetzung, verschiedene Beiträge von Gastautor_innen und neue Links freuen wir uns ebenso wie auf kontroverse Auseinandersetzungen und Anregungen.

*Ladys und Gentle*men, hineinspaziert in die wunderbare Welt der Butches!

Die Beharrlichkeit der Vision:

„Ich möchte einem im feministischen Diskurs vielgescholtenen sensorischen System metaphorisches Vertrauen schenken: der Vision. Vision kann dazu dienen, binäre Opposition zu vermeiden. Ich möchte die Körperlichkeit aller Vision hervorheben. […] die Sicht von einem Körper aus, der immer ein komplexer, widersprüchlicher, strukturierender und strukturierter Körper ist. […] Feminismus handelt von einer kritischen Vision, die sich aus der kritischen Positionierung in einem nichthomogenen, geschlechtsspezifisch differenzierten sozialen Raum ergibt.“

Donna Haraway, in: „Situiertes Wissen“ (1988)

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